Freitag, April 04, 2008

Wer würde Ihre Marke vermissen?

Fragen Sie sich, ob Sie Lizenzen vergeben können?

Dann fragen Sie sich zuerst:

"Wer würde meine Marke vermissen,
wenn es sie Morgen nicht mehr gäbe?"


Und seien Sie ehrlich zu sich selbst.

Montag, März 31, 2008

Markenartikel bei eBay

Heise berichtet hier, dass Hersteller den Verkauf ihrer Markenartikel bei eBay verbieten dürfen.

Ein Hersteller von Markenartikeln darf den Verkauf seiner Produkte bei Ebay untersagen, da die Internet-Plattform nicht das Ambiente eines Fachgeschäfts bietet, so lautet ein Urteil des Landgerichts Mannheim. Geklagt hatte der Hersteller der Scout-Schulranzen, die Firma Sternjakob in Frankenthal. Verstößt der Händler gegen das Urteil, dürfe ihn der Hersteller vom Vertrieb ausschließen.

Vor einem halben Jahr hatte dem Bericht zufolge das Landgericht Berlin in einem anderen Scout-Fall den eBay-Boykott als unrechtmäßige Wettbewerbseinschränkung verurteilt. Der Rechtsanwalt der beiden Verkäufer, Oliver Spieker, sagte dem Magazin: "Angesichts der beiden widersprüchlichen Entscheidungen ist das Ende gerichtlicher Auseinandersetzungen nicht absehbar".

Swarovski Parfum, Make up

Swarovski hat einen Lizenzvertrag mit Thierry Mugler Parfums unterschrieben. Das Unternehmen gehört zur Clarins Group.

Ziel der neuen Kooperation ist die Kreation und der weltweite Vertrieb der ersten "Swarovski Beauty" Linie - bestehend aus einem Swarovski Duft, Swarovski Make-up und einer Kollektion von Swarovski Beauty-Accessoires.

Die Markteinführung ist für das Jahr 2010 geplant.

Die Produktlinie wird in ausgewählten Parfümerien, angesehenen Departement Stores und Swarovski Stores weltweit erhältlich sein.

Mehr Lust auf Marken

Deutschland hat weiter Lust auf Marken - das legt die aktuelle Marken- und Patentstatistik nahe, die das Deutsche Marken- und Patentamt (DPMA) für das Jahr 2007 herausgegeben hat.

Demnach wurde mit 83.673 angemeldeten Marken das Ergebnis des Vorjahres um 4,2 Prozent übertroffen. Dieser Zuwachs wurde insbesondere durch inländische Anmeldungen erreicht. Dazu sagt Franz-Peter Falke, der Präsident des Markenverbandes: "Die hohe Zahl der Markenanmeldungen zeigt nachdrücklich, dass Marken immer mehr als Bestandteil für eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung gesehen werden."

Konkurrenz Marke bei Google AdWords

Heise berichtet hier: Konkurrent darf Marke für Google AdWords verwenden

Werber dürfen im Internet den Namen einer Konkurrenzmarke als Schlüsselbegriff für Werbung auf Suchmaschinen verwenden. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt mit einem heute veröffentlichten Beschluss (Az.: 6 W 17/08) wie schon die Vorinstanz, das Landgericht, entschieden.

Voraussetzung sei allerdings, dass die mit dem Schlüsselbegriff ausgelöste Werbeanzeige als solche klar erkennbar sei und von der Trefferliste getrennt dargestellt werde. Das war bei der fraglichen Werbung über die Suchmaschine Google der Fall.

Das OLG machte einen Unterschied zwischen den Schlüsselbegriffen (Keywords) für die Schaltung von Anzeigen und den HTML-Metatags, mit denen die Trefferhäufigkeit auf Internetseiten in die Höhe getrieben werden kann. Eine solche Nutzung fremder Markennamen im Quelltext hält das OLG für rechtswidrig. Im Gegensatz hierzu werde bei AdWords nicht das Suchergebnis an sich und damit die Trefferliste, sondern lediglich die Platzierung der Werbeanzeige beeinflusst.

"Die in der Rechtsprechung teilweise vertretene Gleichbehandlung von Metatag und AdWord werde nach Auffassung des 6. Zivilsenats der unterschiedlichen Funktion beider Instrumente nicht gerecht", heißt es in einer Mitteilung. Vor kurzem hat sich auch das LG Braunschweig mit einem ähnlichen Fall befasst. Derzeit sind verschiedene Verfahren zu diesem Komplex beim Bundesgerichtshof (BGH) anhängig – eine Entscheidung aus Karlsruhe liegt jedoch noch nicht vor.

Freitag, Februar 01, 2008

Elizabeth Arden & Alberta Ferretti

Elizabeth Arden erhält eine exklusive, globale Lizenz von Aeffe SpA für Alberta Ferretti Parfum, Kosmetik und Pflegeprodukte.

Ein erstes Parfum soll im Frühjahr 2009 auf den Markt kommen.

Mittwoch, Januar 16, 2008

Diesel Heimtex

Diesel hat eine 5-Jahres Lizenz für Heimtextilien vergeben.

Die Kollektion wird im April während der Mailänder Möbelmesse vorgestellt. Im September kommt sie in die Läden und soll weltweit in Kaufhäusern, Fachgeschäften und ausgewählten Diesel Stores angeboten werden.

Der Lizenznehmer will innerhalb von 5 Jahren auf 20 Millionen Euro Umsatz kommen. Neben Diesel bringt er 120 Kollektionen auf den Markt, inklusive einer von Lacoste, ebenfalls unter Lizenz. In der Vergangenheit hielt er die Armani Lizenz.

Ferre Wäsche und Bademode

Laut WWD hat Ferre eine neue 5-Jahres Lizenz für Bademode und Unterwäsche vergeben.
Der Lizenznehmer aus Italien startet Distribution im Frühjahr.
Zuletzt hatte Ferré last eine Wäsche Lizenz vor vielen Jahren, bevor Ferre von IT Holding SpA übernommen wurde.

Mittwoch, Dezember 12, 2007

Neustart für Telefunken

Laut WUV hier, soll die Traditionsmarke Telefunken wiederbelebt werden.

Eine Beteiligungsgesellschaft unter Führung des früheren Lufthansa-Vorstandes Hemjö Klein hat die Rechte vom Daimler-Konzern gekauft.

Für den Neustart der Eleltronik-Marke wurde eine neue "Telefunken Holding AG" am historischen Stammsitz Berlin eingerichtet. Dort war das Elektronik-Unternehmen vor 104 Jahren von Siemens und AEG gegründet worden. Später wanderte die Firma zur AEG, die in den 80er Jahren von Daimler übernommen wurde. 1995 machte der AutokonzernTelefunken dicht.

Laut Hemjö Klein, ehemals Vorstandsmitglied bei der Bahn und der Lufthansa., ist keine eigene Produktion geplant. Die Marke Telefunken soll für Unterhaltungselektronik-Produkte an ausgewählte Lizenznehmer vergeben werden.

Dies ist nichts Beues. Bereits in 2006 meldeten wir hier, dass sich ein Türkischer Hersteller daran versucht.

Mittwoch, November 28, 2007

Was das neue HGB-Recht bringt

Das Handelsblatt berichtet:

Die Bundesregierung plant eine massive Änderung der Bilanzierungsvorschriften nach dem Handelsgesetzbuch (HGB). Was auf Mittelständler und Familienunternehmen dabei zukommt, ist seit einiger Zeit auf der Webseite des Bundesjustizministeriums nachzulesen. Für die Firmen bedeutet die Anpassung sowohl Entlastung als auch Mehraufwand.

Die Reform ermöglicht, dass so genannte selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte künftig in der Bilanz aktiviert werden können. Das bedeutet: Die Kosten in der Entwicklung beispielsweise von Patenten können aktiviert werden. Das wiederum stärkt das Eigenkapital der Unternehmen und verbessert somit ihre Möglichkeiten zur Finanzierung.

Ein größere Umstellung kommt auf die mittelständischen Unternehmen zu, weil künftig Finanzinstrumente wie Aktien, Schuldverschreibungen und Derivate nach dem „Fair Value“ bewertet werden. Ihr Wert bestimmt sich also nach dem Wert, den diese Instrumente zum Bilanzstichtag haben.

Folge: Erstmals müssen in der Bilanz unrealisierte Gewinne ausgewiesen werden, sie fließen somit in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Für Unternehmen, die bereits Derivate nutzen, besteht die Gefahr, dass durch deren Ausweis in der Bilanz die Basis für die steuerliche Gewinnermittlung erhöht wird. Dies würde vor allem große Familienunternehmen treffen.